Die psychische Gesundheit im 21. Jahrhundert
Während das 20. Jahrhundert als Jahrhundert der Fortschritte im Gesundheitsbereich betrachtet werden kann, in dem sich die Lebenserwartung fast verdoppelt hat, kann das 21. Jahrhundert als Jahrhundert der psychischen Gesundheit gesehen werden.
Dafür gibt es mehrere Gründe – von pädagogischen bis technologischen. Historisch gesehen trugen Fragen der psychischen Gesundheit und das offene Eingeständnis, sie zu haben, ein Stigma in sich. Jede Person, die einen Therapeuten aufsuchte, musste das Risiko eingehen, von ihrem sozialen Umfeld als gestört ausgegrenzt zu werden. Dies entmutigte bei der Suche nach jeder Art von Beratung, und Menschen mit leichten, aber behandelbaren Problemen riskierten, schwerere psychische Probleme zu entwickeln.
In den letzten Jahren hat sich jedoch der Status der Psychiatrie, der Psychologie und des psychischen Wohlbefinden aufgrund eines wachsenden Verständnisses der psychischen Gesundheit im Allgemeinen verändert. Das Stigma schwächt sich ab, und mehr als je zuvor verstehen die Menschen die Wichtigkeit psychischer Gesundheit für die allgemeine Lebensqualität.
Die psychische Gesundheitskrise und ihre Auswirkungen
Während die Stille rund um Stigmatisierung und Tabus zu brechen beginnt und uns mehr Daten zu diesem Thema vorliegen, wird immer deutlicher, dass wir uns mitten in einer psychischen Gesundheitskrise befinden. Neben dem persönlichen Leid stellen die psychischen Erkrankungen eine große Belastung für die Wirtschaft dar. Einer Studie zufolge ist fast jeder sechste Europäer mit einer psychischen Erkrankung konfrontiert.
Dies erhöht die Arbeitslosigkeit, verringert die Produktivität und erhöht die Kosten der sozialen Sicherheit und des Gesundheitswesens. Insgesamt werden die Kosten für die europäische Wirtschaft auf 600 Milliarden Euro geschätzt, was 4,1% des gesamten BIP entspricht. Länder wie Dänemark (5,4%) und Deutschland (4,8%) verlieren aufgrund dieser Probleme ein deutlich über dem europäischen Durchschnitt (4,1%) liegendes BIP. Eine andere Studie aus dem Jahr 2010 schätzt, dass nur 1/3 aller Betroffenen Hilfe suchen.
Dies erhöht die Arbeitslosigkeit, verringert die Produktivität und erhöht die Ausgaben für Sozialversicherung und Gesundheitsversorgung. Insgesamt verliert die europäische Wirtschaft wegen psychischer Erkrankungen über 600 Milliarden Euro – oder mehr als 4% des BIP. Länder wie Dänemark (5,4%) und Deutschland (4,8%) verlieren aufgrund dieser Probleme einen deutlich über dem europäischen Durchschnitt (4,1%) liegenden Anteil von BIP. Eine andere Studie aus dem Jahr 2010 schätzt, dass nur 1/3 aller Betroffenen Hilfe in Anspruch nimmt.
Start-Ups im Kampf gegen die Krise – eine Übersicht
Dank der modernen Technologie ist es nun möglich, neue Formen der psychiatrischen Behandlung zu entwickeln und bestehende Formen zu verbessern. Von Online-Terminen bei Therapeuten und Chatbots bis hin zu Online-Selbsthilfegruppen und kognitiven Übungen mit Virtual-Reality-Technologie. Zusätzlich zur Vielfalt ermöglicht die Digitalisierung niedrigere Kosten und mehr Anonymität, wodurch zögerlichen Personen mehr Anlässe geboten werden, an ihrem psychischen Wohlbefinden zu arbeiten.
Die digitale psychische Gesundheit wurde bisher durch die Entwicklung von Technologien wie KI und VR vorangetrieben. Mit dem Fortschritt in dieser und anderen Technologien wird sich der Bereich der digitalen psychischen Gesundheit weiter entwickeln und seinen Nutzern verbesserte Produkte anbieten. Bei Venture Leap sind wir von dieser positiven Entwicklung begeistert. Zwar kann die Technologie echte menschliche Interaktion und Betreuung nicht ersetzen, aber sie kann Millionen von Menschen helfen, ihre Schmerzen zu lindern. Deshalb wollen wir Unternehmer im Bereich Mental Health Tech unterstützen und den Beitrag zur Überwindung dieser Krise leisten. Wir fangen an mit der Vorstellung der Mental Health Tech Landschaft und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Innovatoren auf diesem Terrain.
Wir haben für Sie die Mental Health Tech Landschaft analysiert und folgende Bereiche definiert:
- KI (8% der analysierten Unternehmen) – Unternehmen in diesem Bereich konzentrieren sich auf die Lösungen für die Diagnostik mentaler und neurologischer Krankheiten, Verhaltens- und Emotionsvorhersage, basierend auf Bildern, Stimme, verwendeter Sprache usw. Die Nutzer solcher Technologien sind Ärzte, Therapeuten, Forscher, Vermarkter usw.
- Selbsthilfe (30%) – Selbsthilfe-Apps, die Übungen und Hilfsmittel zur Verbesserung und Unterstützung des psychischen Wohlbefindens bieten, wie z.B. Chatbots, Meditation Tools, therapeutische Übungen usw. Auch Spiele – kognitive Übungen, Übungen zur Vorbeugung von Angstanfällen, oft in VR.
- Verbraucher-Tools (wie P2P & Mood Journals – 20%) – Nicht therapeutische Tools, die den Nutzern den Zugang zu den Unterstützungsgruppen oder Wohlfühl-Tracking bieten.
- Hardware (10%) – verschiedene Geräte, die zur Verfolgung oder Messung der Hirnaktivität/der emotionalen Reaktion verwendet werden. Sie werden in der Medizin, Forschung, Diagnostik und im Marketing eingesetzt.
- Therapie (20%) – Plattformen für On- und Offline-Therapie und Coaching.
- Daten & Analytik (12%) – Plattformen, die Therapeuten helfen, den Zustand und den Fortschritt des Patienten zu verfolgen. Auf diese Weise können sie Stimmungen, Reaktionen, körperliche Aktivität verfolgen, Vorschläge machen, usw. Einige bieten den Therapeuten Hilfe, indem sie den Prozess der Notizenaufnahme während der Sitzung automatisieren.
Diese Übersicht stellt Ihnen die aktuelle Landschaft der Start-Ups im Bereich der psychischen Gesundheitstechnologie in Europa, die in Bereichen unterteilt sind, in denen sie tätig sind. Bisher haben wir 101 Start-Ups gefunden und analysiert, und wir sind der Meinung, dass diese Zahl noch weiter steigen wird!