Was ist ein digitales Geschäftsmodell?

Was ist ein digitales Geschäftsmodell

Wie Sie digitale Geschäftsmodelle einsetzen und drei Beispiele erfolgreicher Unternehmen, die sich diese Modelle zunutze machen

Die voranschreitende Digitalisierung und die damit verbundene Veränderung von Verbrauchergewohnheiten wirken sich auf jedes Unternehmen, unabhängig von dessen Größe und Branche, aus. Wollen Sie auch weiterhin am Markt wirtschaftlichen Erfolg erzielen und mit Ihrer Konkurrenz mithalten können, müssen Sie die Chancen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, frühzeitig erkennen und nutzen.

Das gelingt Ihnen, wenn Sie Ihr Unternehmen an die Digitalisierung und die sich weiterentwickelten Bedürfnisse ihrer Kunden entsprechend anpassen. Die digitale Transformation ist in diesem Sinne bedeutend dafür, neue Kunden zu gewinnen und die bereits bestehenden Kunden zu binden.

Obwohl die Digitalisierung für viele Unternehmer zuerst eine große Herausforderung darstellt, bringt sie auch einige wesentliche Vorteile mit sich. Hierzu zählt beispielsweise, dass die Skalierung der Nachfrage vereinfacht wird, ohne dass Sie sich dabei in ein zusätzliches Betriebsrisiko begeben müssen. Zudem bieten sogenannte Cloud-Technologien die Möglichkeit, dass Sie Ihre Mitarbeiter unterstützen können, unabhängig davon, wo sie sich befinden. Aber auch Ihre Kunden profitieren davon, da Sie ihnen auch außerhalb der regulären Supportzeiten zur Verfügung stehen können.

Darüber hinaus ermöglicht die Digitalisierung es Ihnen, durch das Interagieren mit Ihren Kunden Zugang zu bestimmten Daten zu erhalten. Diese können Sie dazu verwenden, Ihre Produkte und Dienstleistungen stetig zu optimieren, sodass sie stets den Ansprüchen Ihrer Kunden gerecht werden.

Wie funktionieren digitale Geschäftsmodelle?

Digitale Geschäftsmodelle sind durch zahlreiche Eigenschaften gekennzeichnet. Ein gemeinsames Merkmal aller Modelle, ist die Schaffung eines Mehrwertes, den es ohne deren Einsatz nicht geben würde. Unternehmen wie Uber oder Airbnb würde es in diesem Fall nicht geben. Die Digitalisierung bietet nicht nur Chancen für Online Unternehmen, sondern auch für traditionelle Unternehmen. Durch die digitale Transformation haben sie die Möglichkeit, ihre Produkte auch online einem breiteren Publikum anzubieten und ihre Reichweite durch zum Beispiel Online Support oder Service zu erweitern.

Zu den digitalen Geschäftsmodellen zählen Online Marktplätze sowie auch intermediäre Marktplätze, wie zum Beispiel Amazon und eBay. Darüber hinaus gibt es auch noch ein anderes Modell, das immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Dieses Modell ist das Subscription Modell, bei welchem es zum Abschluss eines Abonnements durch den Kunden kommt, damit dieser anstatt einen Kauf zu tätigen, eine bestimmte Dienstleistung in Anspruch nimmt, solange das Abonnement aufrecht ist. Das Freemium-Modell stellt ein weiteres Modell dar, das eine bestimmte Anzahl an Funktionen kostenlos anbietet, um in weiterer Folge zahlende Nutzer mit wenig Aufwand zu gewinnen.

Beginnen Sie mit einem Minimum Viable Product (MVP)

Ein MVP kann für zweierlei Zwecke eingesetzt werden:

  1. Dem Nutzer wird damit ein messbarer Wert geboten.
  2. Das Unternehmen kann anhand der Reaktion der Kunden seine Idee bewerten.

Der Vorteil eines MVP besteht darin, dass der Unternehmer sein Risiko reduziert, indem er ein weniger komplexes Produkt veröffentlicht. Anschließend sammelt er Feedback seiner Kunden, auf dessen Grundlage er das Produkt dann schrittweise optimiert. Auch in diesem Zusammenhang gilt, dass der Begriff MVP, der grundsätzlich aus dem Bereich der agilen Softwareentwicklung kommt, auch für digitale Unternehmen bedeutend ist.

Wichtig ist, dass ein MVP dem Endbenutzer einen wesentlichen Wert liefert, damit Kunden es auch kaufen. Da jede Branche ihre Eigenheiten aufweist, kann ein MVP nicht in jeder Branche erfolgreich eingesetzt werden. Die Einführung eignet sich jedoch insbesondere für Branchen, die mit hohem Risiko verbunden sind, sich schnell weiterentwickeln und wo von Beginn an ein Feedback von Relevanz ist. Hier ist es wichtig, sogenannte Feature-Bloat zu vermeiden, welche Produkte durch unbeliebte Features komplizierter machen. Das Ziel eines MVP liegt also darin, dass das Produkt mit der Zeit so optimiert werden kann, sodass es den Ansprüchen der Endnutzer bestmöglich gerecht wird. Der Fokus wird daher auf das Feedback der Nutzer und deren Bedürfnisse gelegt, anstatt auf das Produkt selbst.

Berühmte Beispiele für digitale Geschäftsmodelle

Einige der berühmtesten und heute erfolgreichsten Startups haben sich den Einsatz eines MVP zunutze gemacht und sich so ihre Positionierung am Markt gesichert. Hierzu zählt beispielsweise Dropbox, welches mit einem einfachen Erklärungsvideo startete, in dem es einen der ersten großen, öffentlichen Cloud-Speicherdienste der Welt vorstellte. Ein weiteres sehr erfolgreiches Beispiel stellt Facebook dar, welches mit einem einfachen Online-Verzeichnis für Studierende der Harvard-University ins Leben gerufen wurde. Zahlreiche traditionelle Offline Unternehmen haben die Chance der Digitalisierung ergriffen und sich auf ein digitales Modell umgestellt.

Zu den innovativsten Geschäftsmodellen Europas zählen:

Delivery Hero

Die Idee war es, Lebensmittel online bestellen zu können – So entstand der in Berlin ansässige „Delivery Hero“. Zu Beginn wurden Lebensmittel nur in der lokalen Region ausgeliefert, wobei alle Lieferungen über die mobile App des Unternehmens mit dem Fahrrad und Auto ausgeführt wurden. Heutzutage verzeichnet Delivery Hero weltweit Online Bestellplattformen für Essen und ist als bedeutender Global Player in der Gig-Wirtschaft nicht mehr wegzudenken.

Camunda

Camunda stellt eine Open-Source-Plattform dar, welche Automatisierungen für Geschäftsentscheidungen und zahlreiche andere Routineabläufe anbietet. Sie verfolgt das Ziel, sich immer wiederholende Geschäftsprozesse zu automatisieren, damit es dadurch zu einer Verbesserung der Effizienz und der Reduzierung von menschlichen Fehlern kommt. Mittlerweile gilt Camunda als führende Plattform, die Unternehmen bei der Skalierung ihrer Initiativen zur digitalen Transformation unterstützt und ihnen dabei hilft, Innovationen voranzutreiben.

Get Your Guide

Das in der Schweiz gegründete Unternehmen Get Your Guide stellt ein Online Reisebüro und Marktplatz dar, wo Reiseleiter und Veranstalter die Möglichkeit haben, Touren und Aktivitäten zu buchen und Eintrittskarten zu Sehenswürdigkeiten in der ganzen Welt zu kaufen. Das Unternehmen startete 2007 mit einer einfachen Website, wo es Amateur-Reiseleitern und Touristen ermöglichte, sich miteinander zu verbinden. 

Bis heute konnte sich Get Your Guide zu einer renommierten Marke etablieren, der es 2019 gelang, 484 Millionen Dollar an Spendengeldern zu sammeln.

Abschließende Worte

Der Einsatz von digitalen Geschäftsmodellen stellt in der heutigen, schnelllebigen Zeit einen unumgänglichen Schritt für zukunftsorientierte Unternehmen dar, die auch weiterhin ihre Position am Markt vertreten und sich gegenüber ihrer Konkurrenz beweisen möchten.

Mithilfe der Digitalisierung wird Unternehmen die einzigartige Chance geboten, digitale Produkte und Prozesse zu entwickeln, die einen echten Mehrwert für ihre Kunden schaffen. Und das in Verbindung mit nur einem minimalen Risikoaufwand. 

Philipp Noack –
Co-Founder Venture Leap

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