Digitale Geschäftsmodelle – Eine Übersicht

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Ob Dropbox, Delivery Hero oder Camunda: Alle digitalen Geschäftsmodelle bieten einen Mehrwert, der ohne Digitalisierung nicht möglich wäre. Das haben wir bereits in unserem Artikel „What is a digital business modell?“ gelernt. Doch was für digitale Geschäftsmodelle gibt es eigentlich? Im Folgenden stellen wir Ihnen erprobte Unternehmenskonzepte für die digitale Transformation vor – mit konkreten Beispielen!

Geschäftsmodell 1: Free

Unternehmen bieten ein Produkt oder einen Service kostenlos an. Dafür gibt es mittlerweile viele prominente Beispiele – von Suchmaschinen wie Google über soziale Netzwerke wie Facebook bis zu mobilen Apps wie Angry Birds. Die Idee dahinter? Die Monetarisierung gelingt einfacher, sobald sich die Nutzer an das Produkt bzw. den Service gewöhnt haben! 

Für die Monetarisierung gibt es dann zum Beispiel folgende Möglichkeiten: 

  • Eine kostenlose Basisversion und eine kostenpflichtige Premiumversion des Produkts oder Services 
  • Eine Zielgruppe erhält den Service oder das Produkt kostenlos, die andere Zielgruppe zahlt dafür 
  • Kostenloses Produkt oder Service, aber kostenpflichtige Schulungsmaterialien, Weiterbildungen oder Infoprodukte 

Geschäftsmodell 2: Freemium

Ein Freemium kann ähnlich wie ein Free-Modell funktionieren. Unternehmen stellen ein Produkt oder einen Service mit begrenzter Funktionalität kostenlos zur Verfügung – und versuchen den Nutzer innerhalb dieser kostenlosen Dienste für ein kostenpflichtiges Abonnements zu gewinnen. Das ermöglicht eine Kundengewinnung mit minimalem Werbeaufwand! 

Ein Freemium eignet sich vor allem für Produkte und Services mit potenziell großer Reichweite: Dropbox, MailChimp, Spotify und zahlreiche mobile Apps sind erfolgreiche Beispiele für ein Fremium-Modell. Spotify bietet seinen Musikstreaming-Dienst zum Beispiel kostenlos mit Werbung an. Wenn sich Nutzer für den Premium-Dienst entscheiden, können sie ohne Werbeunterbrechungen Musik hören und die Musik für den Offline-Gebrauch herunterladen. 

Geschäftsmodell 3: Open Source

Ein Open-Source-Modell macht Software nicht nur frei zugänglich. Es bietet seinen Nutzern auch die Möglichkeit, aktiv am Produkt mitzuwirken. Das kann schnell zu einer hohen Reichweite führen – doch letzten Endes ist es die gemeinschaftliche Zusammenarbeit am Produkt, die über den Erfolg entscheidet. 

Die Monetarisierung kann bei einem Open Source Produkt schwierig sein. Unternehmen wie Red Hat verdienen Ihr Geld zum Beispiel, indem sie Premium-Abonnements für Schulungen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit ihrer Open-Source-Software verlangen.  

Ein weiteres populäres Beispiel für dieses digitale Geschäftsmodell ist GitHub.

Geschäftsmodell 4: E-Commerce

E-Commerce Unternehmen gehören zu den beliebtesten (und größten) digitalen Geschäftsmodellen. Ob Amazon, eBay, Zalando oder Alibaba: Online-Marktplätze bieten verschiedenen Anbietern eine zentrale Plattform, um Produkte und Services zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Für jeden Verkauf verdienen die E-Commerce-Plattformen dann eine Provision. 

Tipp: Ein erfolgreicher Online-Marktplatz punktet bei seinen Nutzern mit verschiedenen Faktoren wie Zuverlässigkeit, Käuferschutz oder kostenlosen Lieferungen.  

Geschäftsmodell 5: On-Demand

Den ganzen Tag warten, bis der Lieblingsfilm endlich startet? Das war einmal! Mittlerweile konsumieren wir Inhalte in unserem eigenen Tempo und nach unserem eigenen Zeitplan – möglichen machen es sogenannte On-Demand-Dienste. Zu Deutsch: Dienste bzw. Inhalte auf Abruf! 

Vor allem Netflix hat dieses Modell populär gemacht: Unsere Lieblingssendungen und -filme sind auf der Plattform jederzeit abrufbar. Auch Dienste wie Uber oder Lyft nutzen das On-Demand-Modell und haben so den öffentlichen Transport revolutioniert. Genau wie AirBnB mit On-Demand-Übernachtungen die Hotelbranche umgekrempelt hat. Was alle gemein haben? Sie nutzen digitale Plattformen, damit Menschen von überall unmittelbar miteinander interagieren und kommunizieren können. 

Wer als On-Demand-Business Erfolg haben möchte, muss seinen Nutzern unbedingt eine einwandfreie Benutzererfahrung bieten. Es muss so einfach wie möglich sein! 

Geschäftsmodell 6: Abonnements

Ob Amazon Prime, Netflix oder Salesforce: Es gibt unzählige erfolgreiche Unternehmen, die bei ihrem digitalen Geschäftsmodell auf Abonnements setzen. Wie das funktioniert? Statt ein Produkt oder einen Service einmal zu kaufen, zahlen die Kunden einen monatlichen oder jährlichen Preis für die regelmäßige Nutzung. 

Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand:  

  • Eine loyale Nutzerbasis  
  • Kontinuierliche Einnahmen 
  • Planbare und vorhersehbare Verkaufs-Pipeline 

Dabei sollten Sie bedenken: Um Kunden langfristig an den Service oder das Produkt zu binden, sind regelmäßige Updates unausweichlich. Die Arbeit hört nie auf! Unternehmen wie Spotify oder Netflix geben jedes Jahr Millionen von Euro aus, um originelle Inhalte zu produzieren – und die Abonnenten dazu zu bringen, ihren Plan zu erneuern. 

Geschäftsmodell 7: Werbung

Natürlich können Sie bei Ihrem digitalen Geschäftsmodell auch auf Werbung setzen. Das machen zahlreiche Unternehmen – von Online-Zeitungen und Magazinen über Google und Quora bis zu Facebook, Twitter oder Instagram. Google stellt zum Beispiel fast alle seine Dienste und Apps kostenlos zur Verfügung. Auf der anderen Seite monetarisiert Google die über ihre Suchmaschine erfassten Daten mit einem Werbenetzwerk namens AdWords (heute Google Ads). 

Wichtig: Wenn Sie nicht wie Google oder Facebook dominieren, werden Sie allein durch Werbung kaum genügend Geld verdienen. Es sei denn, Sie haben eine außerordentlich große Nutzerbasis! 

Geschäftsmodell 8: Peer-to-Peer (P2P)

Ein P2P-Netzwerk ist eine dezentrale Plattform, auf der zwei Parteien an einer Transaktion teilnehmen. Die Nutzer können über die Plattform zum Beispiel Waren oder Dienstleistungen kaufen oder verkaufen – und direkt miteinander kommunizieren (ohne eine dritte Partei). Populäre Beispiele für dieses digitale Geschäftsmodell sind zum Beispiel Craigslist, Airbnb, Etsy, Uber, Airbnb, LinkedIn. 

Die größte Herausforderung bei einem Peer-to-Peer Business ist die wechselseitige Abhängigkeit von Angebot und Nachfrage. Zum einen brauchen Sie ausreichend Nachfrage, um mehr Anbieter für Ihre Plattform zu gewinnen. Zum anderen brauchen Sie aber auch ausreichend Anbieter, um die Nachfrage zu erzeugen. 

Geschäftsmodell 9: Hidden Revenue

Hidden Revenue (zu Deutsch: „versteckte Einnahmen“) bezeichnet die Generierung von Einnahmen während es die Nutzer des Produkts oder des Services kaum bemerken. Facebook und Google sind zwei wunderbare Beispiele dafür: Der durchschnittliche Nutzer von Facebook oder Google weiß nicht, wie die Unternehmen ihr Geld verdienen.  

Wie gelingt ein solches Geschäftsmodell? Der Kernservice muss für die breite Masse kostenlos sein. Viele Hidden Revenue Unternehmen müssen außerdem viel Ressourcen investieren, damit das Modell funktioniert. 

Digitale Geschäftsmodelle: Fazit & ein wichtiger Tipp

Ob On-Demand, Freemium oder Abonnements: Wer digital durchstarten möchte, kann aus vielen erprobten Geschäftsmodellen wählen. Wenn Sie sich unsere Beispiele anschauen, werden Sie jedoch feststellen: Fast alle von uns genannten Unternehmen vereinen mindestens zwei digitale Geschäftsmodelle. Airbnb und Uber sind beispielsweise sowohl On-Demand als auch Peer-to-Peer-Marktplätze. 

Wie beim Kochen entsteht der Wow-Effekt häufig erst durch eine Kombination verschiedener Zutaten in einer einzigartigen Formel. Bis dahin können jedoch Jahre vergehen (wie zum Beispiel bei Google) – oder Sie nutzen unsere Expertise, um Abkürzungen zu nehmen und Ihre digitale Transformationen schneller voranzutreiben. Schreiben Sie uns gerne eine Nachricht und lassen Sie sich kostenlos beraten. Wir freuen uns auf Sie! 

Daniel Werner

Dr. Daniel Werner –
Co-Founder Venture Leap

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